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Pfizer: Get Old Growing Up – YouTube Markenkampagne

Gesundheit Brand Film Emotional/Storytelling

Älterwerden als Reise feiern statt fürchten

Pfizer brach mit Get Old das gesellschaftliche Tabu des Alterns und zeigte Älterwerden als Abenteuer voller Erstmals-Erlebnisse — nicht als Verfall, sondern als Gewinn. Die mehrjährige Kampagne veränderte nachhaltig, wie Millionen Menschen über ihre eigene Zukunft und über Pfizer dachten.

Das Social Asset

KPIs & Ergebnisse

Wahrnehmung+45–55% positive Verbraucherwahrnehmung Pfizer
Laufzeit2012–2015 (mehrjährig)
Zielgruppe50+ Generation
FormatDigital, Print, Social

Pfizer und das Tabu des Alterns

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Westliche Gesellschaften verdrängen Alterung systematisch — Werbung spiegelt das wider, indem sie Alter entweder romanisiert oder schlicht ignoriert. Pfizer brach mit Get Old dieses Muster und adressierte die Generation 50+ nicht mit Angstbotschaften über Krankheit, sondern mit dem Gegenteil: Älterwerden als Seqünz von Erstmals-Erlebnissen. Das war nicht nur inhaltlich mutig, es war strategisch klug — denn genau diese Zielgruppe trifft die meisten Gesundheitsentscheidungen und war von klassischer Pharma-Kommunikation chronisch unterversorgt. Pfizer positionierte sich über mehrere Jahre als kulturelle Stimme für eine Generation, die keine adäquate Repräsentation in der Werbewelt hatte.

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  • Generation 50+ als unterrepräsentierte Zielgruppe der Werbewelt
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  • Gesundheitsentscheidungen werden häufiger mit zunehmendem Alter getroffen
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  • Positive statt defizitorientierte Alternskommunikation
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  • Mehrjährige Kampagne (2012–2015) erzeugt kulturelle Kontinuität
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Multi-Channel-Präsenz über digitale Lebenswelten

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Get Old war von Beginn an als Multi-Format-Kampagne konzipiert: Digital, Print und Social Media griffen ineinander, ohne dass eine Plattform dominierte. Die digitale Komponente ermöglichte Community-Building — eine für Pharma damals ungewöhnliche Strategie. Nutzerinnen und Nutzer der Zielgruppe teilten eigene Erstmals-Erlebnisse, kommentierten und identifizierten sich öffentlich mit der Kampagnenbotschaft. Das schuf eine Beteiligungsebene, die klassische Werbung nicht erreicht. Die Kampagne wurde dadurch zum sozialen Phänomen, das über den Brand-Sender hinauswuchs — messbar in einer Steigerung der positiven Pfizer-Wahrnehmung um bis zu 55 Prozent.

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  • Digital, Print und Social als gleichwertige Kanäle
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  • Community-Participation als Kampagnenerweiterung
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  • Nutzergenerierte Erstmals-Erlebnisse stärken Reichweite organisch
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  • +45–55% positive Verbraucherwahrnehmung gegenüber Pfizer messbar
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  • Für Pharma ungewöhnlich hohe Social-Media-Beteiligung
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Reframing als kognitive Befreiungsstrategie

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Die entscheidende psychologische Leistung von Get Old ist das konseqünte Reframing: Alter wird nicht als Verlustprozess dargestellt, sondern als Ansammlung neuer Möglichkeiten. Diese Umkehrung der dominanten kulturellen Erzählung erzeugt kognitive Dissonanz — und löst sie sofort positiv auf. Zuschauer erleben eine Art mentale Erlaubnis: Es ist in Ordnung, alt zu werden, sogar aufregend. Pfizer wird so zur Marke, die diese Erlaubnis erteilt — eine emotionale Rolle, die weit über Produktrelevanz hinausgeht und langfristige Markenbindung bei einer kaufkraftstarken Zielgruppe schafft.

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  • Reframing erzeugt positive kognitive Dissonanzauflösung
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  • Mentale Erlaubnis als stärkster emotionaler Markenwert
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  • Kaufkraftstarke Zielgruppe mit hoher Loyalitätsbereitschaft
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  • Pfizer als kulturelle Stimme einer vernachlässigten Generation
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Was Marketer daraus lernen können

  1. Tabus umkehren schafft Differenzierung: Wer gesellschaftliche Narrative über Alter, Krankheit oder Schwäche umschreibt, besetzt emotionale Territorien, die Konkurrenten meiden
  2. Zielgruppen ehren, nicht bemitleiden: Ältere Menschen wollen als aktive Gestalter ihres Lebens gesehen werden, nicht als Pflegefall
  3. Langfristigkeit zahlt sich aus: Mehrjährige Kampagnen akkumulieren Vertrauenskapital, das kurzfristige Spots nie erreichen