Airbnb: We Accept – Virales YouTube Marketing Best Practice
Wenn eine Marke sagt, was ein Land gerade fühlt
Airbnb startete diesen Spot unmittelbar nach dem Trump-Einreisestopp — und traf damit einen gesellschaftlichen Nerv mit chirurgischer Präzision. Während andere Marken schwiegen, sprach Airbnb und wurde zum meistdiskutierten Werbeclip des Super Bowl LI.
Das Social Asset
KPIs & Ergebnisse
Die strategische Ausgangslage
Im Jahr 2017 stand Airbnb inmitten einer gesellschaftlichen Debatte: Berichte über Diskriminierung auf der der Plattform hatten das Vertrauen vieler Nutzergruppen erschüttert. Gastgeber lehnten Buchungsanfragen aufgrund von Namen, Profilbildern oder Hautfarbe ab — ein strukturelles Problem, das öffentlich adressiert werden musste. Airbnb erkannte, dass eine reine Geschäftsstrategie nicht ausreicht; das Unternehmen brauchte eine klare Haltung, die nicht nur intern gelebt, sondern auch extern kommuniziert wird. Die Kampagne „We Accept“ war die Antwort auf diesen Moment: ein Bekenntnis zur Offenheit, Vielfalt und Zugehörigkeit als Markenkern.
- Gastgeber lehnten Buchungsanfragen aufgrund von Namen, Profilbildern oder Hautfarbe ab — ein strukturelles Problem, das öffentlich adressiert werden musste
- Die Kampagne „We Accept“ war die Antwort auf diesen Moment: ein Bekenntnis zur Offenheit, Vielfalt und Zugehörigkeit als Markenkern
Das kreative Konzept
Der Spot verzichtet bewusst auf spektakuläre Reisemotive oder prominente Testimonials. Stattdessen zeigt er eine Abfolge unterschiedlichster Menschengesichter — verschiedene Herkunft, verschiedene Alter, verschiedene Identitäten — verbunden durch einen einzigen, klar gesprochenen Satz: „We accept.“ Die Bildsprache ist bewusst ruhig und direkt, ohne Ablenkung. Der Spot wurde zum Super Bowl 2017 ausgestrahlt und war damit auf einer der meistgesehenen Werbebühnen der Welt platziert. Die emotionale Schlichtheit der Botschaft kontrastierte bewusst mit der Lautstärke der umgebenden Werbebotschaften und erzeugte dadurch maximale Aufmerksamkeit.
- Der Spot wurde zum Super Bowl 2017 ausgestrahlt und war damit auf einer der meistgesehenen Werbebühnen der Welt platziert
- Der Spot verzichtet bewusst auf spektakuläre Reisemotive oder prominente Testimonials
- Die emotionale Schlichtheit der Botschaft kontrastierte bewusst mit der Lautstärke der umgebenden Werbebotschaften und erzeugte dadurch maximale Aufmerksamkeit
Wirkung und Learnings
„We Accept“ wurde zu einem der meistdiskutierten Spots des Super-Bowl-Jahres 2017 und generierte enorme organische Reichweite durch Medienberichte und Social-Media-Reaktionen. Die Kampagne demonstrierte, dass Marken in gesellschaftlich polarisierten Momenten mit klarer Haltung punkten können — sofern diese Haltung glaubwürdig im Geschäftsmodell verankert ist. Das zentrale Learning für die Branche: Purpose-Marketing entfaltet seine größte Wirkung, wenn es nicht als PR-Maßnahme wahrgenommen wird, sondern als konseqünte Fortsetzung der Unternehmenswerte in der Kommunikation.
- „We Accept“ wurde zu einem der meistdiskutierten Spots des Super-Bowl-Jahres 2017 und generierte enorme organische Reichweite durch Medienberichte und Social-Media-Reaktionen
Was Marketer daraus lernen können
- Timing ist alles: Ein Spot zum richtigen Moment gesendet erzeugt mehr Wirkung als jedes Budget erkaufen kann
- Haltung ist Positionierung: Wer klare Werte zeigt, gewinnt loyale Fans — und akzeptiert bewusst, auch Gegner zu haben
- Kulturelle Relevanz schlägt Produktwerbung: Super Bowl als Bühne für gesellschaftliche Aussagen nutzen — das bleibt in Erinnerung
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